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Denkmaltag öffnet Depot Visbeck

VHS und Denkmalschutz Dülmen geben Einblicke in ein ehemaliges Sondermunitionsdepot

Denkmaltag öffnet Depot Visbeck
Das Foto zeigt das Zugangstor zur Gesamtanlage Depot Visbeck. Foto: Dietmar Rabbich/XRay. CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Ein Ort des Kalten Krieges

Wenn der Denkmaltag das Depot Visbeck öffnet, erhalten Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 13. September, seltene Einblicke in ein ehemaliges amerikanisches Sondermunitionsdepot im südwestlichen Münsterland.

Die Anlage liegt in Dülmen-Visbeck, zwischen Dülmen, Lüdinghausen und Haltern am See. Sie ist bis heute in wesentlichen Teilen erhalten und unterscheidet sich damit von vielen vergleichbaren Einrichtungen aus der Zeit des Kalten Krieges, die später renaturiert oder überbaut wurden.

Gerade dieser hohe Überlieferungsgrad macht das Standort- und Sondermunitionsdepot in Dülmen zu einem besonderen Zeugnis der Zeitgeschichte. Es zeigt bis heute, wie eine solche Anlage aufgebaut war und funktionierte.

Führungen mit Guides und Zeitzeugen

Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals laden die VHS und der Denkmalschutz Dülmen gemeinsam mit erfahrenen Guides zu Rundgängen über das Gelände ein. Teilweise sind auch Zeitzeugen aus der aktiven Zeit in den 1980er-Jahren beteiligt.

Bei den Führungen geht es um den Ort selbst, um zivile und militärische Hintergründe, um den laufenden Transformationsprozess und um ökologische Entwicklungen auf dem Gelände. Auch die Einordnung in globale politische Zusammenhänge ist Teil des Programms.

Visbeck steht damit für ein Stück regionaler Geschichte, das eng mit den globalen Konfliktlinien des Kalten Krieges verbunden ist.

Exponate, Bunker und militärische Fahrzeuge

Zusätzlich veranschaulichen Exponate, ein Modell, digitale Rundgänge und Objekte aus der militärischen Nutzung die Geschichte des Standorts. Alle Gebäude und Bunker werden für das Publikum geöffnet und von sachkundigen Begleiterinnen und Begleitern erläutert.

Geplant sind außerdem Videoinstallationen, eine Feldküche und eine kleine Ausstellung militärischer Fahrzeuge durch die Reservistenkameradschaft Dülmen. Diese sorgt mit Erbsensuppe und Getränken auch für das leibliche Wohl.

Ermöglicht wird der Tag durch die VHS, den Denkmalschutz Dülmen, erfahrene Guides, die Reservistenkameradschaft Dülmen und den Förderverein des Sondermunitionslagers.

Lernort mit aktueller Bedeutung

„Das Gelände hat sich seit ca. vier Jahren wirklich toll entwickelt und wird für unsere Führungen immer interessanter. Wir konnten viel originales Mobiliar und militärische Gegenstände aus der Zeit ergattern und profitieren enorm vom Einsatz unserer Ehrenamtlichen und der Reservistenkameradschaft vor Ort“, sagt VHS-Leiterin Dr. Marie Hologa.

Visbeck sei kein Freilichtmuseum, betont sie. „Aber wir konnten es aus seinem Dornröschenschlaf zurückholen. Es ist ein spannender Lernort zu einer komplexen politischen Lage, die leider weiterhin relevant bleibt!“

Besuch ohne Anmeldung möglich

Das Gelände ist am Sonntag, 13. September, von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eingang erfolgt durch das Haupttor, Dernekamp 40a, nahe der Kapelle Visbeck. Ab der Landstraße zwischen Dülmen und Seppenrade wird darum gebeten, der Beschilderung zu folgen.

Parkplätze stehen nur begrenzt an einem benachbarten Feldweg zur Verfügung. Auch mit dem Fahrrad ist das Gelände gut erreichbar. Das Gelände ist nicht barrierefrei. Ein Toilettenwagen ist vorhanden.

Info

Tag des offenen Denkmals in Dülmen-Visbeck
Termin: Sonntag, 13. September
Uhrzeit: 11 bis 16 Uhr
Ort: Ehemaliges Sondermunitionsdepot, Dernekamp 40a, Dülmen-Visbeck
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstalter: VHS und Denkmalschutz Dülmen
Hinweise: begrenzte Parkplätze, gute Erreichbarkeit per Fahrrad, nicht barrierefrei, Toilettenwagen vorhanden


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Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei haltern.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie haltern.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Haltern am See – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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