Kunstprojekt erinnert an verdrängtes Kapitel

Ein vergessenes Schicksal
Erinnerung an Displaced Persons. Unter dem Titel Blind Spots startet im Oktober eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe, die an ein weitgehend verdrängtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte erinnert: das Schicksal der sogenannten Displaced Persons. Hinter dem Projekt stehen die Stadtagentur Haltern am See, die LWL-Kulturstiftung sowie die aus Haltern stammende Künstlerin Katja Kottmann.
Wer waren die Displaced Persons?
Als Displaced Persons – kurz DPs – wurden Menschen bezeichnet, die nach Kriegsende aus Zwangsarbeit, KZ-Haft oder Kriegsgefangenschaft befreit wurden. Viele von ihnen konnten aus politischen, sozialen oder familiären Gründen nicht sofort in ihre Heimatländer zurückkehren. So lebten sie oftmals über Jahre hinweg in Lagern, frei, aber doch in einem Leben voller Einschränkungen.
Ausstellung eröffnet in Haltern-West
Der Auftakt in Haltern am See findet am 11. Oktober 2025 um 15 Uhr im LWL-Römermuseum statt. Von dort führt ein zweisprachiger Audiowalk zu den Spuren des ehemaligen DP-Lagers in Haltern-West, das eines der größten in Westfalen war. Ergänzt wird das Projekt durch eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum: Aus Bronze gefertigte Kartoffelschalen, inspiriert von einem historischen Archivbild, markieren wichtige Orte und werden zugleich zu eigenständigen Erinnerungszeichen.
Kunst trifft Geschichte
Die Projektleitung liegt bei Katja Kottmann, die es versteht, künstlerische Gestaltung mit historischer Verantwortung zu verbinden. Neben der Ausstellung sind 13 Veranstaltungen in ganz Westfalen-Lippe geplant – von Vorträgen und Workshops über Filmvorführungen bis hin zu Lesungen mit Zeitzeugenberichten. Eine abschließende Podiumsdiskussion rundet das Programm ab. Schon jetzt haben sich zahlreiche Halteranerinnen und Halterer beteiligt. Wer selbst Erinnerungen oder Interesse hat, kann sich noch einbringen. Kontakt: info@blind-spots.net.
Teil des Westfalen-Jubiläums
Blind Spots ist eingebettet in das große Jubiläumsjahr 1250 Jahre Westfalen, das unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht. Insgesamt 44 Projekte setzen sich in diesem Rahmen mit Fragen nach Identität, Geschichte sowie gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander.
Mit Blind Spots knüpft Haltern am See seine eigene lokale Geschichte an die große Erzählung Westfalens an. Damit wird die Stadt zu einem wichtigen Erinnerungsort – und zu einem Platz, an dem sich Vergangenheit und Gegenwart in besonderer Weise berühren.

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… … „Super für die Jugend ist der neue Skatepark – hier Video anschauen“. Außerdem „Drohnen helfen in Haltern bei der Rettung“ und dazu: „Wo stehen die Blitzer in Haltern und was bringt die Raserei“. Außerdem lest auch „Vernetzt für beste Infos aus Haltern – folgt uns auf Facebook und Instagram“. Sowie „Wie beliebt ist Halterns Wohnmobil- Stellplatz“. Und somit auch „Kann Coaching bei Kindern positive Lösungen fördern?“.
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Erinnerung an Displaced Persons





