Dennis Radtke besucht EU-geförderte Projekte in der Region

Was bedeutet Europa eigentlich ganz konkret für die Menschen vor Ort? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Tour des Europaabgeordneten Dennis Radtke durch Haltern am See und Dorsten. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung besuchte er Projekte, die ohne finanzielle Unterstützung aus europäischen Förderprogrammen kaum oder gar nicht hätten realisiert werden können.
Begleitet wurde Radtke auf den ersten Stationen unter anderem von Halterns Bürgermeister Andreas Stegemann, dem Bundestagsabgeordneten Lars Ehm sowie Landrat Bodo Klimpel. Die Tour zeigte eindrucksvoll, wie Europa Förderprojekte Dorsten und in der Nachbarstadt Haltern das Leben der Menschen bereichern.
Skatepark in Haltern erfüllt Wunsch junger Menschen
Erste Station war der Skatepark im Westuferpark in Haltern am See. Die moderne Anlage entstand aus einem langjährigen Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher, die sich immer wieder für einen zeitgemäßen Treffpunkt zum Skaten eingesetzt hatten. Dank einer Förderung aus dem LEADER-Programm konnte das Vorhaben schließlich umgesetzt werden.
Insgesamt wurden rund 480.000 Euro investiert, davon kamen 250.000 Euro aus europäischen Fördermitteln. Gemeinsam mit der örtlichen Skate-Community entstand so eine Anlage, die heute rege genutzt wird und das Freizeitangebot im Westuferpark deutlich erweitert.
Bürgermeister Andreas Stegemann hob die Bedeutung der Förderung hervor. Der Skatepark zeige, wie erfolgreiche Bürgerbeteiligung und passende Förderprogramme zusammenwirken könnten. Ohne die Unterstützung aus dem LEADER-Programm wäre das Projekt in dieser Form kaum möglich gewesen.
Auch Dennis Radtke sieht darin ein gelungenes Beispiel für den europäischen Gedanken im Alltag. Viele Menschen fragten sich, welchen konkreten Nutzen Europa habe. Orte wie der Skatepark gäben darauf eine sichtbare Antwort: Hier entstünden Treffpunkte, an denen Menschen Sport treiben und ihre Freizeit verbringen können.

Lippefähre stärkt Naturtourismus
Im Anschluss führte die Tour zur Lippefähre „Maifisch“ in Flaesheim. Die Fähre verbindet die Naherholungsgebiete Haard und Halterner Stauseen miteinander und ermöglicht Wanderern sowie Radfahrern eine sichere Querung der Lippe abseits stark befahrener Straßen.
Sie entstand im Rahmen des interkommunalen Projekts „2Stromland“. Ziel war es, die Lippeaue behutsam zugänglich zu machen und gleichzeitig den Naturtourismus in der Region zu stärken. Das EU-Förderprogramm „Erlebnis.NRW“ unterstützte das Vorhaben mit rund 320.000 Euro.
Bürgerbahnhof Dorsten als lebendiger Treffpunkt
Zum Abschluss stand der Bürgerbahnhof Dorsten im Mittelpunkt des Besuchs. Nach jahrzehntelangem Leerstand wurde das historische Bahnhofsgebäude umfassend saniert. Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Städtebauförderung entstand daraus wieder ein lebendiger Ort für die Bürgerschaft.
Neben der Sanierung des Gebäudes wurde auch das Bahnhofsumfeld neugestaltet und besser an die Innenstadt angebunden. Das Projekt gilt heute als gelungenes Beispiel dafür, wie historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden können.
Gerade dieses Projekt zeigt, wie Europa Förderprojekte Dorsten nachhaltig prägen und öffentliche Räume aufwerten können.
Europa wird vor Ort greifbar
Für Dennis Radtke machte die Tour deutlich, dass europäische Förderprogramme weit mehr sind als abstrakte Zahlen in Haushaltsplänen. Sie schaffen Freizeitangebote, stärken den Tourismus und helfen dabei, historische Gebäude für die Menschen zurückzugewinnen.
Ob Skatepark, Lippefähre oder Bürgerbahnhof: Die besuchten Projekte zeigen, dass europäische Fördergelder dort sichtbar werden, wo Menschen ihren Alltag verbringen. Genau dort wird Europa für viele Bürgerinnen und Bürger am greifbarsten.
Quelle: Kreis Recklinghausen

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