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Mit Dackelwelpen Rosalie auf der Pirsch

Jägerin Larissa Stratmann streift mit Axl und Rosalie durchs Revier

Mit Dackelwelpen Rosalie auf der Pirsch
Jägerin Larissa Stratmann ist am liebsten gemeinsam mit ihren beiden Jagdhunden Axl und Dackelwelpe Rosalie auf der Pirsch. Für sie sind die Hunde nicht nur zuverlässige Begleiter bei der Jagd, sondern vor allem ein wichtiger Teil der Familie. Foto: Bianca Munker

Von Bianca Munker

Zwei Jagdhunde – und doch ganz verschieden

Mit Dackelwelpen Rosalie auf der Pirsch. Wie stellt man sich einen Jagdhund vor? Viele Menschen denken dabei sofort an einen Deutsch Kurzhaar, einen Weimaraner oder einen Münsterländer – mittelgroße bis große Hunde mit athletischer Statur, die aufs Wort gehorchen und jede Fährte erschnuppern. Axl ist ein Jagdhund, wie er im Buche steht. Deutsch Drahthaar, 40 Kilogramm, immer in Bewegung, mit feiner Nase. Und dann ist da Rosalie. Sie ist einfach nur drollig.

Bei Rosalie handelt es sich um Axls „kleine Schwester“. Sie ist ein fünf Monate altes Dackelmädchen, das man am liebsten sofort auf den Arm nehmen und knuddeln möchte. Beide Tiere gehören Larissa Stratmann. Die 27-Jährige ist nicht nur Hundefan, sondern auch Jägerin.

Das „grüne Abitur“

Vor vier Jahren hat sie ihren Jagdschein gemacht, der so anspruchsvoll ist, dass man ihn auch das „grüne Abitur“ nennt. Auch ihr geliebter Rüde Axl hat schon viele Prüfungen absolviert und die umfangreiche VGP (Verbandsgebrauchsprüfung) erfolgreich bestanden.

Zu Axls Ausbildung – er ist ein sogenannter Vorstehhund – gehören Wasserarbeit, Fährtenlesen, Apportieren und Gehorsam. Um Axl auf seine Prüfung vorzubereiten, ist Larissa Stratmann regelmäßig mit ihm zum Jagdhundekurs der Kreisjägerschaft Recklinghausen gegangen. „Die VGP-Prüfung geht über zwei Tage und ist sehr anspruchsvoll. Die Vorbereitungen dauern zwei Jahre“, erklärt sie. Tiere, die durchfallen, haben nur eine einzige weitere Chance, die Prüfung zu bestehen. Axl jedoch hat alle Aufgaben bestens gemeistert – beim ersten Versuch.

Zu seinen vierbeinigen „Mitschülern“ zählten ein Slowakischer Rauhbart, Bayerische Gebirgsschweißhunde sowie klassische deutsche Jagdhunde wie Münsterländer oder Deutsch Langhaar – und Dackel.

Larissa Stratmann bildet ihre Hunde mit viel Geduld und Engagement aus. Während Deutsch-Drahthaar Axl seine Prüfungen bereits erfolgreich bestanden hat, sammelt Dackelwelpe Rosalie erste Erfahrungen im Jagdhundekurs. Foto: Bianca Munker

Rosalie lernt von Anfang an

Auch Dackelwelpe Rosalie besucht trotz ihres jungen Alters bereits den Jagdhundekurs. Denn: Bereits junge Hunde können mit der Ausbildung anfangen. Dabei werden ihre natürlichen Anlagen wie der Geruchssinn geprüft.

Nun sieht das kleine Dackelmädchen gar nicht aus wie ein klassischer Jagdhund. Doch dieser Eindruck täuscht: Der Dackel, auch Teckel genannt, wird traditionell bei der Jagd auf Dachse und Füchse eingesetzt. Mit seinem langen Körper und den kurzen Beinen dringt er in unterirdische Baue ein, jagt das Wild heraus oder stellt es im Bau.

Teil der Familie

Doch das Zusammentreffen in den engen Gängen ist nicht ungefährlich. „Dafür werde ich Rosalie nicht einsetzen, ich habe viel zu viel Angst, dass sie verletzt wird. Man darf nicht vergessen: Zu 20 Prozent sind meine Tiere Jagdhunde, aber zu 80 Prozent Familie.“

Dank ihrer guten Nase kann Rosalie Fährten oder verletztes Wild dennoch hervorragend erschnüffeln und, obwohl sie zu einer kleinen Hunderasse gehört, sogar Beute wie Kaninchen oder Enten apportieren. Und Kommandos kennt sie auch schon: Auf die Hundepfeife, die Larissa Stratmann dabei hat, hören beide Hunde sofort.

Vertrauen wächst mit der Ausbildung

Ihre Tiere liebt die junge Frau aus Haltern sehr. „Als Kind hatte ich einen Rauhaardackel“, sagt sie. Regelmäßig geht Larissa Stratmann auf Ansitzjagd oder nimmt im Herbst mit ihren Hunden an Gesellschaftsjagden teil. Die andere Zeit verbringt sie mit Axl und Rosalie bei Spaziergängen und Wanderungen in der Natur.

„Die Ausbildung stärkt das Vertrauen, den Gehorsam und die Kommunikation zwischen Jäger und Hund“, davon ist Larissa Stratmann überzeugt. Außerdem findet sie: „Jagd ohne Hund ist Schund.“


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Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei haltern.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie haltern.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Haltern am See – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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