Ausstellung „Shame – European Stories“ macht Halt in Haltern und gibt Betroffenen eine Stimme

Scham kennt keine Grenzen. Am Sonntag, 5. Oktober, öffnet die Sixtuskirche ihre Türen für eine Ausstellung, die kaum jemanden unberührt lässt: „Shame – European Stories“. Die europaweit gezeigte Schau rückt das Thema sexueller Missbrauch in den Mittelpunkt – in Schulen, Heimen, Familien und auch im kirchlichen Raum. Portraitierte Menschen aus vielen Ländern Europas berichten von dem, was sie erlitten haben. Ihre Geschichten machen das Ausmaß des Unrechts sichtbar und zeigen, wie tief Scham das Leben der Betroffenen bis heute prägt.
Ein Projekt mit besonderer Bedeutung
Pfarrer Michael Ostholthoff liegt die Ausstellung besonders am Herzen. Auf seine Initiative hin kommt „Shame“ nach Haltern – bewusst in die Pfarrkirche St. Sixtus. „Wir dürfen nicht aufhören, Missstände klar zu benennen und Betroffenen eine Stimme zu geben. Nur so entsteht die Chance, dass sie gesehen werden und ein Stück Gerechtigkeit erfahren“, sagt Ostholthoff.
Europaweites Problem ohne Halt
Von Rumänien bis Spanien, von Skandinavien bis Italien: Die Gesichter der Portraitierten zeigen ein Problem, das keine Grenzen kennt. Kinder wurden in Heimen, Schulen, Internaten oder in den eigenen Familien Opfer von sexualisierter Gewalt. Manche wurden ihren Familien entrissen und Opfer somit von Menschenhandel. Die Ausstellung zeigt, dass Missbrauch viele Gesichter hat, die Folgen jedoch immer ähnlich sind – lebenslange Verletzungen, die kaum heilen.
Schwarze Scham auf weißem Grund
Die Ausstellung zeigt Dutzende Schwarz-Weiß-Portraits inzwischen erwachsener Opfer. Die Bilder prangern die Scham an – die Scham, die Betroffene spüren, weil ihr Leben von Gewalt gezeichnet ist. Zugleich zeigen sie die Scham, die Täter tragen sollten, die das Leben junger Menschen zerstörten. Auch die Besucher spüren beim Betrachten ihre eigene Ohnmacht. So entsteht ein bedrückendes Bild von einem Europa, das modern und fortschrittlich erscheinen will, aber beim Schutz von Kindern versagt.
Eine Initiative mit klarer Botschaft
Getragen wird die Ausstellung vom Verein „Umsteuern! Robin Sisterhood e.V.“. Initiiert wurde „Shame“ durch die Guido-Fluri-Stiftung aus der Schweiz. Deren „Justice-Initiative“ fordert ein gemeinsames Handeln der europäischen Staaten gegen sexuellen Missbrauch. Ziel ist somit, konkrete Hilfen für Betroffene auf den Weg zu bringen und künftiges Leid zu verhindern. In Haltern wird die Ausstellung zudem von einer Installation der Künstlerin Gabi Bücker begleitet: „vier von achtundzwanzig“.
Kunst mit Auftrag
Bis zum 15. November ist „Shame – European Stories“ in der Sixtuskirche und im Alten Rathaus zu sehen. Sie bietet nicht nur Raum zur Auseinandersetzung mit einem verdrängten Thema, sondern fordert auch Verantwortung ein – von Kirche, Politik und Gesellschaft.
Ausstellung „Shame – European Stories“
- Ort: Pfarrkirche St. Sixtus und Altes Rathaus, Haltern
- Eröffnung: Sonntag, 5. Oktober 2025
- Dauer: bis 15. November 2025
- Veranstalter: Verein „Umsteuern! Robin Sisterhood e.V.“ in Kooperation mit der Guido-Fluri-Stiftung
- Begleitung: Kunst-Installation „vier von achtundzwanzig“ von Gabi Bücker
Schlagwörter: Ausstellung Shame Haltern, Sixtuskirche Haltern, Altes Rathaus Haltern, sexueller Missbrauch Europa, Justice-Initiative Guido-Fluri-Stiftung, Robin Sisterhood e.V., Gabi Bücker Haltern, Kunst gegen Missbrauch, Kinderschutz Europa, Ausstellung Kindesmissbrauch

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