Universität Köln und LWL-Römermuseum setzen Praxisprojekt um

Von der Ausgrabung bis zur Vitrine
Studierende gestalten Museumsausstellung. Wie entsteht eigentlich eine Museumsausstellung? Dieser Frage sind Studierende der Universität Köln im Rahmen eines besonderen Seminars am LWL-Römermuseum Haltern am See nachgegangen. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ab Dienstag, 23. Juni, in mehreren Sondervitrinen der Dauerausstellung zu sehen.
Im Seminar „Von der Ausgrabung in die Vitrine“ entwickelten die Teilnehmer eigene Ausstellungskonzepte für archäologische Originalfunde und begleiteten dabei den gesamten Prozess – von der wissenschaftlichen Recherche über die Gestaltung bis hin zur Vermittlung an die Besucher.
Museumsarbeit praktisch erleben
Ziel des Projekts war es, den Studierenden einen realistischen Einblick in die vielfältigen Aufgaben eines Museums zu ermöglichen.
„Uns ist wichtig, dass Studierende Museumsarbeit nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern sie in allen Schritten selbst ausprobieren“, erklärt Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Besonders die Verbindung von wissenschaftlicher Genauigkeit und verständlicher Vermittlung stelle dabei eine spannende Herausforderung dar.
Ausgangspunkt waren drei archäologische Exponate, für die die Studierenden eigenständig Ausstellungsideen entwickelten. Dazu gehörten Objektbeschreibungen, Präsentationskonzepte und Überlegungen, wie unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden können.
Social Media und Mitmachangebote
Neben der klassischen Ausstellungsgestaltung spielte auch die digitale Vermittlung eine wichtige Rolle. Die Studierenden entwickelten Social-Media-Formate, die die Ausstellung begleiten sollen.
Darüber hinaus entstanden Mitmachstationen, die Besucher aktiv einbeziehen und den Zugang zu archäologischen Themen erleichtern sollen.
Römische Kasserolle ergänzt Sammlung
Ein besonderer Blickfang der Ausstellung ist eine römische Kasserolle (Patera) aus Bronze, die künftig Teil der Sammlung des LWL-Römermuseums wird.
Das Gefäß stammt aus einem Nachlass in Haltern am See und wurde vom Halterner Schornsteinfeger Peter Riddermann erworben. Da ihm die historische Bedeutung des Fundstücks bewusst war, bot er es dem Museum an.
Die Kasserolle stammt aus der augusteischen Zeit um Christi Geburt und wird dem Umfeld der römischen Lager in Haltern zugeordnet. Untersuchungen in der Restaurierungswerkstatt des LWL in Münster bescheinigten dem Fundstück einen außergewöhnlich guten Erhaltungszustand.
Ein Objekt mit vielen Geschichten
Für die Wissenschaft bietet die Kasserolle zahlreiche Erkenntnismöglichkeiten. Neben der Herkunft und Nutzung geben auch die Patina und erhaltene Rückstände Hinweise auf ihre Geschichte.
„Solche Objekte zeigen sehr anschaulich, wie viele Informationen in einem einzigen Fund stecken“, erklärt Prof. Dr. Eckhard Deschler-Erb vom Archäologischen Institut der Universität Köln.
Museum ruft Bürger zur Mithilfe auf
Das LWL-Römermuseum möchte Bürgerinnen und Bürger ermutigen, mögliche archäologische Funde oder historische Objekte zu melden. Auch Stücke aus privaten Nachlässen könnten wichtige Hinweise zur Geschichte Halterns liefern.
Jeder Fund könne dazu beitragen, das römische Erbe der Stadt besser zu erforschen und für kommende Generationen zu bewahren.
Info-Block
Ausstellung: Studierendenprojekt „Von der Ausgrabung in die Vitrine“
Ort: LWL-Römermuseum Haltern am See
Start: 23. Juni 2026
Partner: Universität zu Köln
Besonderes Exponat: Römische Bronze-Kasserolle aus augusteischer Zeit

Noch mehr starke Themen sind zudem …
„Für die Liebe ist man nie zu alt“, „Der Kinderkarnevalsumzug ist zurück“ sowie „Rosenmontag gehört den kleinen Jecken“, „Unternehmer des Jahres 2025 geehrt“, „Klimabäume für Haltern am See“, „Super für die Jugend – der neue Skatepark – hier Video anschauen“. Außerdem „Drohnen helfen in Haltern bei der Rettung“ und dazu: „Wo stehen die Blitzer in Haltern und was bringt die Raserei“. Außerdem lest auch „Vernetzt für beste Infos aus Haltern – folgt uns auf Facebook und Instagram“. Sowie „Wie beliebt ist Halterns Wohnmobil- Stellplatz“. Und somit auch „Kann Coaching bei Kindern positive Lösungen fördern?“.
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Studierende gestalten Museumsausstellung






