Modernisierter Fuhrpark mit lokal emissionsfreien Fahrzeugen

Quelle: Vestische
Fünf neue Brennstoffzellenbusse im Einsatz
Vestische mit neuen Wasserstoffbussen. Die Vestische treibt ihre Modernisierung des Busfuhrparks weiter voran. Fünf neue Brennstoffzellenbusse des nordirischen Herstellers Wrightbus ergänzen nun die Flotte. Nach den ersten Erfahrungen mit Wasserstoffbussen des portugiesischen Herstellers Caetano im vergangenen Jahr sollen die neuen Fahrzeuge „Hydroliner FCEV“ ähnliche Vorteile in Reichweite und Einsatzstabilität bringen.
Bevor die Busse in der Region zum Einsatz kamen, reiste ein vierköpfiges Expertenteam der Vestischen nach Nordirland. Im Werk nahe Belfast wurden die Fahrzeuge technisch abgenommen und auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.
Wasserstoff als Schlüsseltechnologie
„Zur dringend benötigten Mobilitätswende gehören moderne und nachhaltige Antriebsarten“, sagt Vestische-Geschäftsführer Martin Schmidt. „Wir setzen auf Wasserstoff, weil er in unserem topografisch anspruchsvollen Bedienungsgebiet eine echte Chance hat.“
Die Vestische ist jetzt mit neuen Wasserstoffbussen unterwegs. Die etwa 12 Meter langen Busse wiegen knapp 14 Tonnen, leisten 250 Kilowatt und können bis zu 73 Fahrgäste transportieren. Auf dem Dach lagern 36 Kilogramm Wasserstoff, die Reichweite beträgt bis zu 400 Kilometer. Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Rollatoren finden großzügig Platz.
Einsatzgebiete und Tankinfrastruktur
Die neuen Busse verkehren unter anderem in Datteln, Recklinghausen, Waltrop, Gelsenkirchen, Herten, Marl, Dorsten, Haltern am See, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel, Dortmund und Lünen. Auf dem Betriebshof in Herten soll eine Wasserstofftankstelle entstehen, während die Fahrzeuge zunächst bei der AGR Herten betankt werden – dort befindet sich seit dem Vorjahr die größte Wasserstofftankstelle Deutschlands.
Ein Tankvorgang dauert rund zehn Minuten und ist somit deutlich kürzer als das Aufladen von Batterie-Bussen. Selbst bei grauem Wasserstoff sparen die Brennstoffzellenbusse rund 16,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei grünem Wasserstoff steigt die Einsparung auf etwa 89,1 Tonnen. Damit erfüllt die Vestische die EU-Richtlinie für saubere Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr.
Gefördert durch Bund und EU
Das Projekt wird mit insgesamt 2,88 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr unterstützt. 80 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zu Dieselbussen werden somit übernommen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Busse mit alternativen Antrieben“ und über den europäischen NextGenerationEU-Fonds.

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